Förderinstrument

Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Der iSFP ist ein staatlich gerahmtes Planungsinstrument für Wohngebäude. Er bewertet den energetischen Zustand, beschreibt sinnvolle Sanierungsschritte und kann bei Umsetzung einzelner Maßnahmen einen zusätzlichen Förderbonus ermöglichen.

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Was ist ein iSFP?

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein strukturierter Bericht, der von einem Energieeffizienz-Experten des Bundes erstellt wird. Er beschreibt, wie ein Wohngebäude schrittweise energetisch modernisiert werden kann.

Im Unterschied zu einem allgemeinen Energieberatungsbericht ist der iSFP auf Maßnahmenpakete aufgebaut: Eigentümer können einzelne Pakete nach und nach umsetzen – ohne die Gesamtstrategie aus dem Blick zu verlieren.

Der iSFP ist ausschließlich für Wohngebäude vorgesehen. Für Nichtwohngebäude gibt es andere Beratungsleistungen.

Bestandteile des iSFP

  • Energetische Bewertung des Ist-Zustands
  • Definition von Maßnahmenpaketen
  • Empfohlene Umsetzungsreihenfolge
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung je Paket
  • Hinweise auf Förderprogramme
  • Zielzustand nach vollständiger Umsetzung

Förderbonus bei Einzelmaßnahmen

Wer einen iSFP erstellen lässt und danach Einzelmaßnahmen aus dem Fahrplan umsetzt, kann nach aktuellen Förderbedingungen einen zusätzlichen Bonus auf viele BAFA-Zuschüsse erhalten – dieser liegt bei einem Teil der maßgeblichen Maßnahmen bei bis zu 15 % des Förderbetrags.

Ob und in welcher Höhe dieser Bonus im konkreten Fall anwendbar ist, hängt von der gewählten Maßnahme und den jeweils gültigen Förderrichtlinien ab. Keine Garantien – wir klären das individuell.

Der iSFP ist also nicht nur ein Planungswerkzeug, sondern kann auch die wirtschaftliche Attraktivität einzelner Sanierungsschritte verbessern.

Voraussetzung ist, dass der iSFP vor Beginn der jeweiligen Maßnahme vorliegt – eine nachträgliche Erstellung ist nicht möglich.

So läuft ein iSFP-Verfahren ab

1. Beratungsgespräch

Erste Einschätzung des Gebäudes, Klärung der Ziele und des Aufwands.

2. Datenaufnahme

Begehung und Erfassung aller relevanten Daten zu Hülle, Technik und Verbrauch.

3. Bewertung und Pakete

Energetische Berechnung, Entwicklung von Maßnahmenpaketen und Reihenfolge.

4. Übergabe des iSFP

Fertiggestellter Bericht mit allen Angaben – Grundlage für Förderanträge.

Zusatzhinweis bei Hüllenmaßnahmen

Wenn iSFP-Maßnahmen Fenster, Dach oder Fassade betreffen, kann zusätzlich ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erforderlich sein. Mehr erfahren

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Sprechen Sie uns an – wir erklären, ob und wie ein iSFP für Ihr Vorhaben sinnvoll ist.

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