Sanierungswissen
Warum der U-Wert über Ihre Förderung entscheiden kann
Wer Fördermittel für neue Fenster, eine Fassadendämmung oder eine Dachdämmung beantragen möchte, sollte den U-Wert kennen. Denn viele Förderprogramme setzen bestimmte energetische Mindestanforderungen voraus.
Warum der U-Wert über Ihre Förderung entscheiden kann
Viele Eigentümer beschäftigen sich erst mit dem U-Wert, wenn sie ein Angebot für neue Fenster oder eine Dämmmaßnahme erhalten.
Spätestens wenn Fördermittel beantragt werden sollen, wird dieser Wert jedoch besonders wichtig.
Denn für viele energetische Einzelmaßnahmen gelten technische Mindestanforderungen. Werden diese nicht erreicht, ist eine Förderung häufig nicht möglich.
Warum spielt der U-Wert bei Förderungen eine Rolle?
Der Staat möchte mit seinen Förderprogrammen energetische Verbesserungen unterstützen, die den Energieverbrauch eines Gebäudes dauerhaft reduzieren.
Deshalb reicht es nicht aus, einfach neue Fenster einzubauen oder eine Fassade zu dämmen.
Die eingebauten Bauteile müssen bestimmte energetische Anforderungen erfüllen.
Ein wichtiger Kennwert dabei ist der U-Wert.
Welche Maßnahmen sind betroffen?
Technische Mindestanforderungen gelten unter anderem für:
- Fenster
- Fenstertüren
- Dachflächen
- Außenwände
- Kellerdecken
- oberste Geschossdecken
- Außentüren
Je nach Bauteil gelten unterschiedliche Grenzwerte.
Diese Anforderungen werden in den jeweiligen Förderrichtlinien der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) festgelegt.
Ein niedriger U-Wert allein reicht nicht aus
Ein häufiger Irrtum ist, dass allein ein besonders guter U-Wert automatisch eine Förderung ermöglicht.
So einfach ist es leider nicht.
Neben den technischen Anforderungen müssen häufig weitere Voraussetzungen erfüllt sein.
Dazu gehören beispielsweise:
- die richtige Antragstellung
- die Einhaltung der aktuellen Förderrichtlinien
- eine fachgerechte Ausführung
- je nach Maßnahme die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten
Erst wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Förderung bewilligt werden.
Warum sich eine gute Planung auszahlt
In der Praxis kommt es immer wieder vor, dass Eigentümer bereits Angebote unterschreiben oder Materialien bestellen, bevor geprüft wurde, ob die geplante Ausführung überhaupt förderfähig ist.
Dann kann es passieren, dass eine Förderung allein deshalb entfällt, weil einzelne technische Anforderungen nicht eingehalten werden.
Eine frühzeitige Planung hilft dabei, solche Fehler zu vermeiden.
Der U-Wert ist nur ein Teil des Ganzen
Auch wenn der U-Wert eine wichtige Rolle spielt, sollte er nie isoliert betrachtet werden.
Eine gut gedämmte Außenwand bringt wenig, wenn gleichzeitig große Wärmeverluste über andere Bauteile entstehen oder die Heizungsanlage nicht effizient arbeitet.
Energetische Sanierung bedeutet deshalb immer, das Gebäude als Gesamtsystem zu betrachten.
Unser Rat
Wenn Sie Fördermittel für eine energetische Sanierung nutzen möchten, sollten technische Anforderungen bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.
So lassen sich spätere Überraschungen vermeiden und Sie stellen sicher, dass die geplanten Maßnahmen nicht nur technisch sinnvoll, sondern auch förderfähig sind.
Gerade bei umfangreicheren Sanierungen lohnt es sich deshalb, die Planung frühzeitig mit einer qualifizierten Energieberatung abzustimmen.